Dieses kleine Büchlein hat es in sich!

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

30 Artikel von amnesty international definiert – mit dem Ziel, eine Welt zu schaffen, in der alle Menschen festgeschriebene Rechte und Standards haben.

Das Recht auf körperliche, seelische und geistige Unversehrtheit, auf Gedankenfreiheit und freie Meinungsäußerung und auf Freiheit von Diskriminierung schließt jede Person mit ein. Jede*r fühlt sich in mittels dieser Zeilen mitgemeint, sicher und erwartungsvoll.

Doch – stimmt das wirklich?

Wen haben wir denn im Kopf, wenn wir von Recht, Freiheit und Menschen sprechen?

Ist nicht gerade diese Freiheit und letztlich auch das Menschenrecht auf Unversehrtheit derzeit in allergrößter Not, weil wir in unserer Komfortzone nicht in der Lage sind mit Demut die eigene Unzulänglichkeit zu akzeptieren?

Ist nicht gerade diese Freiheit und letztlich auch das Menschenrecht auf Unversehrtheit in Gefahr, weil wir nicht in der Lage sind, die Freiheit der/des Anderen und das wohlige Gefühl des Dazugehörens zu akzeptieren und ohne Rücksicht demütigen?

Sei es durch Abwertung der Hautfarbe, der Geschlechtsidentität, der ethischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, des Geschlechts an sich, des Alters oder einer Behinderung.

Ist nicht gerade das Menschenrecht an sich in Gefahr, weil wir – die mehrheitlich weiß, (mittel)alt und nicht (rassistisch) diskriminiert – aus Perspektivlosigkeit und Kategorierungswahn aus Allem, was nicht UNS entspricht eine Nichtigkeit machen?

Wir reden von den Geflüchteten, von den Frauen, von den POC, von den Muslimen, und und und … und vergessen dabei, dass es sich um Menschen handelt.

Menschen – wie DU.

Möchtest Du in dieser Art kategorisiert und entmenschlicht werden?

Nein? Warum redest/denkst Du dann so?

Wir haben eine Welt für uns geschaffen. All die Um-, Zuschreibungen und Erklärungen und Erläuterungen, nur um uns eine Bedeutung für bestimmte Zusammenhänge zu geben.

Doch: wen nehmen wir mit?

Ist es nicht so, dass Menschen, die sich weder erklärt und umschrieben fühlen, einfach nicht dazu gehören?

Wir können uns noch so oft diese Charta vor Augen führen, wenn wir nicht mal in der Lage sind, alle Menschen in all ihrer wunderbaren Vielfalt zu akzeptieren und gleichberechtigt auf Augenhöhe zu begegnen.

Sind wir wirklich ernsthaft und wahrhaftig bereit in einer pluralen Gesellschaft in Frieden auf Augenhöhe mit Jedem/r zu leben?

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