“Sie führte schon immer ihr eigenes Leben.”

Wisst Ihr, es ist nicht einfach provokative und progressive Forderungen in Einklang mit einer politischen Agenda zu bringen. Am INTERNATIONALEN FRAUENKAMPFTAG, FEMINISTISCHEN KAMPFTAG, WELTFRAUENTAG durfte ich auf einer Demo von #rosarevolte (auf Twitter // Insta folgen!) halten.

Politische Agenda – um was für eine Partei handelt es sich?

Die Urbane – Eine HipHop Partei

Wir sind davon überzeugt: “In jedem Individuum liegt die Kapazität für Liebe, für Mitgefühl, für Freude, für Vergebung, für Gemeinschaft, für Rücksicht, Nachsicht und Umsicht und für die Reflexion der eigenen Handlungen und Impulse.”

 Du willst genau das – du kriegst genau das!

Und nun geht´s los…

“Sie führte schon immer ihr eigenes Leben.”

Mit diesem Satz bei meiner Scheidung nahm mir der Vater meiner 3 Kids sowohl diese 3 als auch mein Dach über dem Kopf weg. Mein Bitten und Betteln auf ein selbstbestimmtes Leben, finanzielle Unabhängigkeit, meine Sexualität, meine ganze Identität hat er bereits in 10 Jahren Ehe stückweise verleugnet, verlacht, verschwiegen und mich – stückweise gelöscht. 

Ich war das willige Spielzeug eines manipulativen Narzissten, eines durch und durch patriarchal geprägten weißen Typens mittleren Alters, der allein durch seine pure Existenz die Legitimation dafür erhielt, mich bis zur Unkenntlichkeit zu zerstören und der bis heute damit ungeschoren davonkommt. 

Ein eigenes Leben wollte ich schon immer führen. Als Jugendliche in den 90ern: als lebensfroher Grufti, selbstbestimmt und unabhängig. Doch Braun kam in diesem Leben nicht vor. Nazis wollten mir diese Farbe einprügeln und taten es – auf einem Kirchhof, am helllichten Tag. Es sind blaue Flecken geworden. Gebrochen haben sie mich nicht. Es ist aber auch nichts anderes passiert, außer die Taten zu verleugnen, zu verschweigen und schlussendlich mich dafür verantwortlich zu machen.

Ich bin Ulrike von Die Urbane – eine HipHop Partei.

In Ostdeutschland geboren und aufgewachsen, mit englischen, osteuropäischen und jüdischen Wurzeln.

Ich bin keine Hiphopper*in – aber ich stehe hier für Die Urbane

  • weil ich mich in den politischen Werten wiederfinde
  • weil sie Vorbilder schafft und mir mit ihrer Quote – 50% weiblich, 50% POC
  • weil sie klare Kante gegen Rassismus, Diskrimierung Neokolonialismus und Ausbeutung zeigt
  • und weil sie mir die Grundlage einer selbstverständlichen Teilhabe und meiner Interessenwahrung bietet.

Ich brauch euch nicht erklären, was HipHop ist!

– entstanden als urbane, globale und emanzipatorische Bewegung durch Menschen wie Du und ich bewegt er sprichwörtlich: Viele und Alles

Er ist laut, progressiv, provokativ, kreativ und sichtbar – so wie Du und ich – so wie WIR

Wir stehen heute hier. Wie jedes Jahr am 8. März. Seit 100 Jahren!

1 Tag, den es als definierter WELTFRAUENTAG schon gar nicht mehr geben sollte und fordern – wie immer an diesem Tag – unsere Rechte ein.

Wir FLINTA* haben´s mittlerweile verstanden und viele Menschen an Bord – Feminist*innen, politische Aktivist*innen, BiPoCs, BIWoCs, LGBTQI*, Transgender*, Inter*, Non-binary – egal, wie wir uns bezeichnen

– wir sind alle Menschen!

1 Tag Aufmerksamkeit – Witze darüber erklingen in unseren Ohren, darüber, dass es ja dann wieder 364 Tage für Narzissten und Nazis gibt, die geschützt durch ihre eigens geschaffenen gesellschaftlichen Strukturen tägliche Belohnungen für ihr diskriminierendes, sexistisches und unmenschliches Verhalten erhalten. 

Sind. Nicht. witzig.

Mittlerweile müsste es sowas von klar sein:

Die Zeit der einfachen Erklärungen des weisen, weißen, starken Mannes und der Begrenzung auf Binarität ist vorbei – und doch brauchen Frauen so ein so unfassbar viel größeres Netzwerk, um Forderungen nach Menschenrechten das gleiche Gewicht entgegenzusetzen, damit uns auch der letzte weiße, heteronormative cis-Mann endlich gewahr nimmt.

Ich habe zudem als Frau, Mutter, Mensch eine nicht zu verachtende Verantwortung.

Meiner Tochter gegenüber – der ich von ganzem Herzen wünsche, dass sie all Jenen, die auch nur darüber nachdenken, sie in eine stereotype Rolle zu pressen, nur weil sie sich als weiblich gelesen definiert, mal ordentlich dahin tritt, wo es richtig weh tut.

Die Role Models zum Vorbild hat – u.a. mich – und ebenfalls als Role Model gelten möchte.

Die mit Kopfhörern ohne Angst nachts allein durch einen Park gehen kann. 

Die sagen kann, was sie will – ohne dass da irgendein Horst um die Ecke kommt und ihr unreflektiert die Welt erklärt.

Die sich aussuchen darf, was und wie sie mit ihrem Körper verfährt.

Die ein guter Mensch ist.

Meinen Jungs gegenüber – die, sobald sie auch nur darüber nachdenken, patriarchal geprägte Strukturen zu leben, aber so richtig mit Gegenwind rechnen werden. 

Die weinen dürfen. 

Die tanzen dürfen.

Die berühren dürfen.

Die nicht um die Ecke kommen und unreflektiert einer kompetenten Frau die Welt erklären.

Die gute Menschen sind.

Wisst ihr was?

All das ist politisch – hochpolitisch in unserer Zeit. 

All diese Erkenntnisse haben mich politisch gemacht.

Wir haben es in der Hand. 

Nur wir können zur Veränderung beitragen – indem wir uns engagieren. 

Wir können klar machen, dass global gelebte Ungerechtigkeiten zur Verschlechterung der Lebensqualitäten aller Menschen überall führt. 

Wir können klar machen, dass blindes Machtstreben, unfassbare Raffgier, gegenseitige korrumpierende Vorteilsnahme, die Ausbeutung vermeintlich “Schwächerer” und die Verteilung von Reichtümern auf einige Wenige – meistens Männer – ein Ende hat.

Weil wir Alle in offen-ehrlicher und vielfältiger Begegnung auf Augenhöhe einen würdevollen Austausch ohne Schuldzuweisung geschaffen haben.

Weil auch die/der Letzte kapiert hat, dass das N- und/oder Z-Wort, die Frage “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und/oder selbst “Das haben wir schon immer so gemacht.” raus aus unserem Diskurs gehört.

“Sie führte schon immer ihr eigenes Leben.”

Ich gebe zu, auch wenn meine Geschichte schon jetzt für so mancherlei Leben reicht – nur aufgrund dieser Erfahrungen kann ich hier stehen und all meinen Mut aufbringen, es euch zu erzählen. Und um Veränderungen herbei zu führen.

Aus diesem Grund gilt mein Appell nun euch:

Lasst uns zusammen aufstehen für eine gerechte Welt!

Lasst uns nie mehr schweigen.

Wir hinterfragen unsere stereotypen Denkmuster und Verhaltensweisen!

Wir stellen uns quer, wenn Thomas & Wolfgang bei blackfacing was von “kultureller Aneignung” schwafeln!

Wir sind wütend!

Wir sind kreativ!

Wir sind politisch!

Wir gehen wählen! Am 26.9. ist Bundestagswahl – Die Urbane ist bereit für euch!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s