Mein Koffer – Dein Koffer

“Ich kann Menschen nicht ändern. Aber ich kann meine Einstellung zu der Beziehung zu diesen Menschen ändern.”

Solch einen klugen und weisen Satz würde ich nicht so deutlich rauskriegen, weil da in meinem Sprachschatz immer viel drum herum wabert.

Aber: genau das ist es doch!

Und nun ergibt das alles einen Sinn – für mich.

Nachfolgend versuche ich ein bisschen was davon zu erklären und in Einklang zu bringen.

Menschen – als selbsternannte Misanthropin ist das oft n Brief mit Sieben Siegeln oder ein verschlossener Koffer. Ich guck mir das immer ne Weile mit an und entweder muss ich dann grinsen, weil alle so lächerlich sind oder ich bin wütend, weil alles so lächerlich ist.

Besondere Menschen – das ist genau mein Ding. Da geht das Herz auf.

Du zeigst Dich, bist ehrlich, wahrhaftig und liebevoll wohlwollend – hello, hier bin ich für Dich.

Dann darfst Du Dich bedienen – an meinen Stiften, Kulis, Post-Its, Zetteln, Klebebändern, Stecknadeln, Stempeln, Lochern, Tackern … dann darfst Du da was draus machen. Entweder mit mir zusammen oder auch alleine. 

Hand in Hand.

Dann darfst Du dies stolz in die Welt hinaus tragen und zeigen, was Du geschafft hast. 

Und wenn Du es nicht alleine machen möchtest, nimm meine Hand.

Das Humanichat steht stellvertretend für meine Hand – die reiche ich Dir. Und Du darfst sie nehmen – jederzeit. Wann und wie Du willst. 

Und Du darfst sie auch wieder loslassen und mir wiedergeben.

In der letzter Zeit kam dies in meinen Verarbeitungen anders und übergriffig rüber – die Gründe hierfür sind vielschichtig und ja, für mich schmerzhaften Ursprungs gewesen.

Aber wer bin ich denn und rufe das Humanichat aus, erwarte von Dir, dass Du ein liebevolles Angebot annimmst und handele offen selbst nicht danach?

Da ist bestimmt viel Glaubwürdigkeit verloren gegangen. 

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Gespräch mit einer sehr lieben Freundin, die mir genau das auf ihre klare Art vermitteln wollte und ich es in diesem Moment nicht verstanden habe. Ich war schon recht verstimmt… 

Aber – meine liebe Freundin, Du weißt, wen ich meine – ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine offene Ehrlichkeit und das Vertrauen, so deutliche Worte in diesem Moment gefunden zu haben.

Und ich erinnere mich an einen unvergesslichen Abend, an dem ich nicht nur meine Mitmenschen sondern auch meine komplette Kommunikationsart, Denk- und Handlungsweise in direkten Gesprächen sowohl gespiegelt als auch wohlwollend und liebevoll lernend auf den Prüfstand gestellt bekommen habe.

Und ich erinnere mich an einen Menschen, der mich sah. Der mich bestärkte, mich selbst und das, was mir wichtig ist, zu leben.

Dieser Mensch hat aus seiner Vergangenheit gelernt und schafft es mit seinem liebevollen Wesen nun andere Menschen daran teilhaben zu lassen und scheut sich nicht davor, Erfahrungen zu teilen und beim Gegenüber Lernprozesse anzustoßen.

Nur so sind wir ja sichtbar und glaubwürdig.

Dies nehme ich mir zum Vorbild.

Auch, wenn der Blick in den Spiegel und eine klare Position echt hart zu ertragen ist. 

Aber nur wenn ich lerne in Deinen Schuhen zu stecken, schaffen wir einen Konsens zwischen Dir und mir.

Es braucht solche Momente gegenseitiger Interaktion, des Voneinander Lernens und der Reibung.

Fehler sind zum Machen da.

Nimm sie an als das, was sie sind.

N Radiergummi gibt´s immer. Und n Edding zum Drüber schreiben hab ich auch dabei.

Bitte schön!

Quelle des Beitragsbildes: https://www.fotografie-willeke-jungfermann.com & https://www.das-arbeitszimmer.de mit einem ganz ganz großen Dankeschön

Das Zitat am Anfang ist ein Zitat, aber ich nenne keine Namen dazu.

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